Antimikrobielle Lacke im Fokus

Aufgrund der aktuellen Situation erfahren wir derzeit eine erhöhte Nachfrage nach antiviralen bzw. antimikrobiellen Lackrezepturen. Generell gibt es eine Nachfrage von Krankenhäusern, Messegesellschaften, ÖPNV-Unternehmen, Tierzuchtbetrieben und Hotel- und Gaststätten-Verbänden nach antiviralen- bzw. antimikrobiellen Lösungen für eine Vielzahl von unterschiedlichen Oberflächen und Einsatzzwecken.

Im Moment richtet sich der Blick vor allem auf das Corona SARS-COV-2 Virus (COVID-19), wobei gesagt werden muss dass hier kaum gesicherte Erkenntnisse vorliegen und sich die meisten antiviralen Lackzusätze in der Erprobungsphase befinden. Erschwert wird die Erprobung auf eine Corona SARS-COV-2 Wirksamkeit aufgrund der Gefährlichkeit des Virus, weshalb es nur von ganz wenigen hochspezialisierten Laboren getestet werden kann.

In einer globalisierten Welt mit einer wachsenden Zahl an Ansteckungsmöglichkeiten wird der Schutz vor Viren und Bakterien vor allem auch zu einer wirtschaftlichen Entscheidung zur Sicherheit und zum Fortbestand der Unternehmung. Auch diverse Produktvorteile lassen sich so erzielen und neue Kaufargumente auf bestehende Produkte addieren. Die Marktnachfrage nach antiviralen Produktvorteilen ist derzeit immens, und wird sicher langfristig anhalten.

Die Arten der Wirksamkeit:

Ein antimikrobielles Mittel kann gegen ein breites Mikrobenspektrum, d.h. gegen Bakterien, Pilze und sogar Viren wirken. Ein antibakterielles Mittel bekämpft ausschließlich Bakterien. Ein antimykotisches Mittel bekämpft Pilze, ein antivirales Mittel bekämpft hauptsächlich Viren.

Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen, trotzdem lassen sich auch die Proteinhüllen der Viren relativ gut zerstören oder die Andockmechanismen abschalten. Es gibt verschiedene Additive mit antimikrobiellen Eigenschaften, die je nach Anwendungsfall zum Einsatz kommen können. Die Mittel verfolgen je nach Art und Einsatzzweck unterschiedliche Ziele: sie töten oder hemmen die mikrobiellen Ziele, oder verhindern ihre Ansiedlung.

Die Mittel der Wahl:

Kupfer hat seit langer Zeit eine bekannte antimikrobielle Wirkung und wird ebenso wie Silber schon seit dem Mittelalter für Teller oder Essbestecke verwendet. Heutzutage geschieht der Auftrag als Additiv mit Kupferpartikeln oder Silberionen als Bestandteil der Lackierung auf das entsprechende Produkt. Additive auf Basis von Zink, die ebenfalls eine antimikrobielle Wirkung aufweisen, werden in einigen Anwendungsfällen ebenfalls genutzt.

Weitere Pflanzenstoffe z.B. aus Algen zeigen ebenfalls gute antimikrobielle Wirkungen und werden auf ihre Eignung als Lackzusatz weiter untersucht.

Bei der Auswahl geeigneter Zusätze ist auf Materialneutralität und Anwendungsneutralität zu achten. Die antimikrobiellen Lackzusätze sollen weder Farbe, Haptik, Geruch oder weitere Eigenschaften der Produkte wie Chemikalienbeständigkeit oder Kratzfestigkeit herabsetzen.

Wichtig ist weiterhin, die Standzeit der Wirkung bzw. die Dauerhaftigkeit der antimikrobiellen Eigenschaft auf dem zu beschichtenden Produkt nachzuweisen. Wir beraten Sie zu den verschiedenen Möglichkeiten Ihr Produkt mit einer antimikrobiellen Beschichtung zu versehen, und wählen gemeinsam mit Ihnen die für Sie sinnvollste Lösung aus.

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